Die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Dresden hat den Unterbringungsbefehl gegen einen 41-jährigen Türken außer Vollzug gesetzt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Dienstag mit.
Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung und des unerlaubten Führens einer Schusswaffe ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft hatte die Außervollzugsetzung beantragt, nachdem ein von ihr beauftragter Sachverständiger keine Gefahr mehr von dem Beschuldigten ausgehen sah. Der 41-Jährige ist aufgrund erlittener Verletzungen bettlägerig und befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung im Krankenhaus.
Dort erhält er auch Medikamente gegen seine schwere psychische Erkrankung, deren Einnahme überwacht wird. Die Behandlung wird voraussichtlich längere Zeit andauern.
Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv haben die bisherigen Ermittlungen weiterhin nicht ergeben.
Auch der Sachverständige konnte keine islamistischen Gedankengänge feststellen. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln in dem Fall weiter.
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