Linke fordert staatliche Gasspeicher-Befüllung durch SEFE

Die Linke hat angesichts der internationalen Unsicherheiten auf den Gasmärkten vor einer Gefährdung der Gasversorgung im kommenden Winter gewarnt.

„Es ist kaum zu fassen, dass sich Katherina Reiche selbst dann nicht von ihrer Marktgläubigkeit lossagt, wenn doch die internationalen Gasmärkte durch die Kriege Russlands und der USA vollkommen durcheinandergeraten sind“, sagte Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion, der „Rheinischen Post“. In einer derart unsicheren Weltmarktsituation auf einen milden Winter oder auf funktionierende LNG-Märkte zu bauen, damit die halb leeren Speicher ausreichen, sei ein „Poker mit der sicheren Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung“.

Weiter schlug Cezanne vor, einen Teil der nicht durch Marktakteure gebuchten Gasspeicher durch den verstaatlichten Gashändler SEFE zu befüllen. Dabei könnte die Einspeicherung zwar heute teuer werden, aber ein Leerlaufen der Speicher und eine Gefährdung der Energieversorgung der Bevölkerung und der Industrie werde uns um ein Vielfaches teurer kommen, warnte er.

Die Gasspeicher in Deutschland waren zu Wochenbeginn laut der europäischen Plattform zur Gasspeicherung zu 49,9 Prozent gefüllt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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