Klimaanlageneinbau: Mieterbund begrüßt Hubigs Vorstoß

Der Deutsche Mieterbund begrüßt den Vorstoß von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), Mietern den Einbau von Klimaanlagen und Sonnenmarkisen zu erleichtern.

„Jetzt kommt es darauf an, diesen Vorstoß schnell in konkrete gesetzliche Verbesserungen zu überführen“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Mieterbundes den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Donnerstagausgabe). Wenn sich Wohnungen im Sommer dauerhaft auf extreme Temperaturen aufheizen, bräuchten Mieter verlässliche Rechte und wirksame Schutzmöglichkeiten. Der Hitzeschutz solle deshalb im Mietrecht gestärkt werden.

Der Eigentümerverband „Haus und Grund“ spricht sich gegen Änderungen aus. „Sinnvoller wäre es, zunächst die bestehenden Möglichkeiten auszuschöpfen, statt weitere gesetzliche Ansprüche zu schaffen“, erklärte der Verband. „Mobile Klimageräte können bereits heute grundsätzlich ohne Zustimmung genutzt werden, bei baulichen Maßnahmen sind individuelle Vereinbarungen möglich. Entscheidend ist, dass Mieter und Vermieter frühzeitig miteinander sprechen und eine zum Gebäude passende Lösung finden.“

Neue Ansprüche würden wenig helfen, „wenn ihre Umsetzung am Ende etwa an Denkmalschutz, Milieuschutz oder Beschlüssen der Wohnungseigentümergemeinschaft scheitert“, so der Eigentümerverband. „Sie wecken Erwartungen bei Mietern und schaffen zugleich zusätzliche Unsicherheit auf Vermieterseite.“

Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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