Streit um Wehrpflicht zwischen JU und Jusos

Die Jugendorganisationen von Union und SPD streiten über die Wehrpflicht. Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes Winkel, sagte der „Rheinischen Post“: „Wächst die Bundeswehr nicht wie gesetzlich vorgesehen, muss der verpflichtende Wehrdienst im Folgejahr kommen. Wenn 2027 der Aufwuchs auf 190.000 Soldaten verfehlt wird, muss ab Juli 2028 die Pflicht greifen, ohne weitere Hintertüren.“

Mit Blick auf den derzeit freiwilligen Wehrdienst und den Rekrutierungsfragebogen, den junge Männer ausfüllen müssen, sagte er: „Von Fragebögen lässt sich Putin nicht beeindrucken.“

Die Jusos pochen wiederum auf die Freiwilligkeit. „Dienstpflicht-Schreihälse wollen es sich bloß einfach machen“, kritisierte der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer. Er wies darauf hin, dass die Bundeswehr mit rund 186.700 Soldaten ihr Personalziel für 2026 freiwillig erreicht habe. Attraktive Arbeitsbedingungen seien der beste Hebel dafür, dass junge Menschen sich freiwillig für diesen Dienst entscheiden. Genau dafür habe man seit Jahren geworben. Wer jetzt trotzdem über eine Pflicht diskutiere, ignoriere den aktuellen Trend. Er sagte: „Wir lehnen deswegen auch weiterhin jede Form von Wehrpflicht und jede gesellschaftliche Dienstpflicht ab, egal ob militärisch oder zivil, egal ob für Männer oder Frauen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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