BSW-Chefin Mohamed Ali fordert Rücktritt von Thüringens Ministerpräsident Voigt und kritisiert Brombeerkoalition

BSW-Co-Chefin Amira Mohamed Ali fordert den Rücktritt von Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU). „Ein Politiker, der nachweislich seine Doktorarbeit erschummelt hat, hat jede Eignung für das Amt des Ministerpräsidenten verloren“, sagte Mohamed Ali der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

Mohamed Ali verteidigte zugleich den Druck des Bundesvorstands auf den Thüringer BSW-Landesverband und die regierende Brombeerkoalition. Man brauche in Thüringen, wie auch in den anderen Bundesländern, in denen sich die zwei Blöcke – AfD und Altparteien – gegenüberstünden, ein neues Regierungsmodell. Ein überparteilich anerkannter Ministerpräsident solle sachorientiert mit wechselnden Mehrheiten regieren, so die BSW-Chefin.

Mit Blick auf die Koalition aus CDU, SPD und BSW in Thüringen kritisierte Mohamed Ali: „Eine BSW-Handschrift ist kaum erkennbar.“ Gleichzeitig hob sie hervor, dass es nicht darum gehe, eine Regierung mit der AfD oder Björn Höcke als Ministerpräsidenten zu wollen, denn das würde das Land nicht nach vorne bringen, ganz im Gegenteil.

Am Sonntag soll ein Sonderparteitag des Thüringer BSW über den Verbleib in der Brombeerkoalition beraten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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