Dax schließt 0,8 Prozent im Minus: EZB-Zinserhöhung und steigende Öl- und Gaspreise belasten

Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.361 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der Dax blieb zunächst über weite Strecken knapp unter dem Vortagesschluss, bevor er am frühen Nachmittag tiefer ins Minus rutschte.

„Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank war Konsens“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. Die große Frage werde sein, ob es im Dezember zu einer weiteren Straffung kommen und ob die Notenbank auch im kommenden Jahr noch einmal tätig werden werde.

„Die Energiepreise bleiben das Zünglein an der Waage und tragen in erheblichem Umfang zu den zukünftigen Preissteigerungen bei“, so Lipkow. Der Preis für die Ölsorte Brent scheine derzeit kein Halten mehr zu kennen. „Die Eskalation im Nahen Osten und die daraus resultierenden Störungen des Seewegs in der Straße von Hormus sorgen für Verunsicherung am Markt. Auch dazu hat sich die EZB geäußert und sieht den Konflikt als erkennbaren Preistreiber über die Energiemärkte an.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Aktien der Deutschen Börse, von Hannover Rück und von Continental an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Papiere von SAP, Adidas und Hochtief.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Oktober kostete 82 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 13 bis 16 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 105,60 US-Dollar, das waren 4,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1626 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8601 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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