Philipp Amthor bekräftigt Zweifel an Verfassungsrichterkandidatin Brosius-Gersdorf wegen Menschenwürde-Debatte

Digitalstaatssekretär Philipp Amthor hat Zweifel der Unionsfraktion an der Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf bekräftigt. Es gebe eine tiefergehende Diskussion um ihre Positionierung zum Thema Menschenwürde, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete den Sendern RTL und ntv.

Für die CDU als christliche Partei sei immer klar, dass man zwischen einem Leben mit und ohne Menschenwürde nicht unterscheide. „Das ist für uns eine Grundsatzüberzeugung.“ Viele Unionsabgeordneten bewege dies. Ob damit eine Wahl von Brosius-Gersdorf grundsätzlich ausgeschlossen sei, wollte Amthor nicht sagen.

Der CDU-Politiker stellt sich hinter die Haltung von Kanzler Merz, wonach die verschobene Richterwahl „kein Beinbruch“ sei. Es entspreche nicht der Realität, dass das Bundesverfassungsgericht beschädigt und die Regierung handlungsunfähig sei, sagte Amthor. „Das Bundesverfassungsgericht ist voll handlungsfähig und auch diese Regierung ist voll handlungsfähig.“ Man werde nun in einem geordneten Verfahren mit der SPD sprechen. „Von einer Krise kann allerdings keine Rede sein.“

Amthor verteidigte zudem Unionsfraktionschef Jens Spahn für seinen Umgang mit dem Verfahren. Spahn habe die Situation völlig richtig eingeschätzt. „Der Umstand, dass die Wahl vertagt wurde, ist Ausdruck eines sehr tiefen Verständnisses, wie die Stimmung in der Bundestagsfraktion war.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Börsen legen zu: Dow, S&P 500 und Nasdaq im Plus, Ölpreis fällt stark

    Die US-Börsen haben am Montag deutlich zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.048 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen…

    Hendrik Wüst: „Ich möchte Ministerpräsident bleiben“ – CDU-Politiker sieht Personaldebatten als nicht zielführend

    NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht seinen Platz trotz Diskussionen um einen Kanzlertausch laut eigener Aussage in Nordrhein-Westfalen. „Ich möchte Ministerpräsident bleiben“, sagte Wüst am Montagabend der „Rheinischen Post“. Auf die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert