CDA-Chef Dennis Radtke drängt auf schnelle Entscheidung über AfD-Verbotsverfahren: Wüsts Vorstoß sei genau richtig

Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke, fordert eine schnelle Entscheidung in der Debatte um die Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens gegen die AfD.

„Wir hätten die Entscheidung, die AfD auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen, längst treffen müssen“, sagte der CDU-Politiker dem „Focus“. Es nicht zu tun, habe die öffentliche Debatte nur verlängert. Insofern sei der Vorstoß von Hendrik Wüst (CDU) genau richtig. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen hatte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Prüfung eines möglichen Verbotsverfahrens angeregt.

Zugleich kritisierte Radtke die Debatte als verkürzt. Es werde der Eindruck erweckt, Parteien könnten entscheiden, einen unliebsamen Mitbewerber zu verbieten. „Das ist Quatsch“, so Radtke. Es gebe die Möglichkeit, beim Bundesverfassungsgericht die Verfassungsmäßigkeit einer Partei überprüfen zu lassen. Das könne in ein vollständiges Betätigungsverbot oder in den Ausschluss von der Parteienfinanzierung münden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Shakira an Spitze der Single-Charts – „Wir sind Helden“ auf Platz 4

    Shakira und Burna Boy stehen mit „Dai Dai“ zum elften Mal an der Spitze der offiziellen deutschen Single-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit.Helene Fischer bringt „An meiner Seite“…

    Abschied von Papierlisten: Bundestag führt digitale Anwesenheitserfassung DiAnE ein

    Ab dem 1. Oktober müssen die Bundestagsabgeordneten ihre Anwesenheit bei Sitzungen nicht mehr mit einer Unterschrift auf Papierlisten dokumentieren.Das kündigte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) in einem Brief an die Parlamentarier…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert