Sachsen hat im Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erneut den ersten Platz belegt. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Kultus am Montag mit.
Im Auftrag der Initiative hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln einen Leistungsvergleich der Bildungssysteme aller 16 Bundesländer erstellt. Bewertet wurden 13 Handlungsfelder und 98 Indikatoren.
Sachsen erreicht 62,9 Punkte, der Durchschnitt der deutschen Länder liegt bei 46,2 Punkten.
Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sagte: „Sachsen kann sich auf diesem Spitzenplatz nicht ausruhen. Noch in diesem Jahr wollen wir eine Schulgesetzänderung vorstellen. Unsere Ziele sind eine moderne, datengestützte Schulentwicklung, kompetenzorientiertes Lernen, vernetzter Unterricht und mehr Medienbildung. Nur wenn wir unser Bildungssystem weiterentwickeln und unsere Strategie Bildungsland 2030 konsequent umsetzen, bleiben wir spitze in der Bildung.“
In vier von 13 Handlungsfeldern belegt Sachsen Platz 1.
Das sind die beste Förderinfrastruktur, die höchste Schulqualität, die geringste Bildungsarmut und die stärkste Forschungsorientierung. Bildung genießt im öffentlichen Ausgabeverhalten eine hohe Priorität, hier liegt Sachsen auf Platz 2.
Überdurchschnittlich schneidet das Land bei den Grundschulen und den beruflichen Teilzeitschulen ab.
Verbesserungspotenzial besteht bei der Betreuungsrelation an Kitas und bei der Zeiteffizienz, weil relativ viele Kinder spät eingeschult werden. Der Anteil der Ungelernten am Personal in Kindertageseinrichtungen ist geringer als im Bundesdurchschnitt.
Der Anteil des Personals mit Hochschulabschluss liegt mit 13,7 Prozent fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt von 7,4 Prozent.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

