Boris Rhein lehnt Bundespräsidentenamt ab: Hessens Ministerpräsident will 2028 in Hessen Wahlkampf führen

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will sich nicht um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bewerben. „Die Frage stellt sich nicht“, sagte Rhein der „Bild am Sonntag“ zu entsprechenden Spekulationen.

Zu Spekulationen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ihm einen Korb gegeben habe, sagte der hessische Ministerpräsident: „Ich habe mit niemandem über dieses Thema gesprochen. Es ist nicht unschmeichelhaft, in dem Zusammenhang genannt zu werden. Aber ich bin das, was ich sein will: nämlich hessischer Ministerpräsident. Ich werde meine Hessen-CDU 2028 in einen Wahlkampf führen.“

Auf die Frage, ob der Kanzlersturz in Berlin abgeblasen sei, antwortete der CDU-Politiker: „Wir sind gut beraten, keine Personaldebatten zu führen. Ich weiß gar nicht, wo das hinführen soll.“ In der Frage, ob Merz 2027 noch CDU-Bundesvorsitzender sei, wollte sich Rhein nicht festlegen. „Ich bin kein Zukunftsforscher. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber ich wüsste nicht, warum ein Wechsel für uns eine bessere Situation bringen sollte“, so der hessische Ministerpräsident.

Im Augenblick seien für ihn inhaltliche Fragen das Wichtigste. Es müsse darum gehen, „dass wir die Lebenshaltungskosten in den Griff bekommen“. Da gehe es auch um die Zuckersteuer. Dabei handele es sich um eine „unsägliche Steuer“, die auch die in der Regel mittelständisch aufgestellten Getränkehersteller gefährde. „Wir müssen auch weg von der CO2-Bepreisung. Die muss fallen, damit das Tanken und das Heizen preiswerter werden“, sagte Rhein der „Bild am Sonntag“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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