Bundespräsident Steinmeier: Militärische Ehren am neuen Amtssitz am Spreebogen vorerst nicht möglich

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt an seinem neuen Amtssitz bis auf Weiteres keine Staatsgäste mit militärischen Ehren. In den nächsten Monaten würden verschiedene Orte zur Durchführung militärischer Ehren für die Zeit der Nutzung des Amtssitzes am Spreebogen erprobt, sagte Steinmeiers Sprecherin dem „Spiegel“. Militärische Ehrungen im Umfeld des Amtssitzes würden künftig durchgeführt, sofern die Prüfungen und individuellen Gegebenheiten der Termine dies zuließen.

Den kasachischen Präsidenten Qassym-Schomart Toqajew heißt Steinmeier am Dienstagvormittag auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums mit militärischen Ehren willkommen. Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, hatte Steinmeier vor knapp drei Wochen in der Villa Borsig empfangen. Es war der erste hochrangige Besuch seit dem Umzug in den neuen Amtssitz.

Die militärischen Ehren für den Staatsbesuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in der Bundesrepublik Deutschland hätten am Amtssitz am Spreebogen nicht durchgeführt werden können, da die Gefährdungseinstufung des Staatsgastes dies im Umfeld des Amtssitzes nicht zugelassen habe, hieß es dazu aus dem Präsidialamt. Unabhängig davon hätte die sichtbare Baustelle auf Höhe des Polizeigebäudes in der Straße Alt-Moabit – direkt an dem dafür vorgesehenen Ort des militärischen Zeremoniells – dies nicht möglich gemacht. Diese Baustelle werde voraussichtlich noch einige Zeit bestehen.

Steinmeier selbst stört sich offenbar nicht daran, dass sein neuer Amtssitz Einschränkungen mit sich bringt. Seine Sprecherin sagte, der Bundespräsident sei mit den Gegebenheiten des neuen Gebäudes sehr zufrieden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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