Schiffsunglück vor Dschibuti: 109 Migranten tot, mehr als 116 vermisst

Bei einem Schiffsunglück vor der Küste des ostafrikanischen Staates Dschibuti sind nach UN-Angaben mindestens 109 Migranten ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien 15 Kinder und mehr als 116 weitere würden noch vermisst, nachdem ein Boot mit 350 Menschen an Bord gekentert sei, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Sonntag mit.

Das Boot sei auf dem Weg von Dschibuti in den Jemen gewesen, als es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Nähe von Guhere, nördlich von Obock, gekentert sei. Unter den 109 geborgenen Leichen befänden sich 52 Männer, 42 Frauen und 15 Kinder, darunter neun Mädchen und sechs Jungen. Mehr als 80 Menschen hätten den Schiffbruch überlebt, allesamt äthiopische Staatsangehörige, so die IOM. Die 64 Überlebenden würden in einem Migrant Response Centre (MRC) in Obock betreut.

„Unsere Teams sind vor Ort und arbeiten mit den lokalen Behörden zusammen, um Nothilfe zu leisten. Diese Tragödie macht auf drastische Weise deutlich, welchen Gefahren Migranten auf diesem Migrationskorridor ausgesetzt sind, während sie auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen sind“, sagte Alexandre Coissac, IOM-Missionsleiter in Dschibuti.

Jedes Jahr reisen Zehntausende Migranten aus dem Horn von Afrika durch Dschibuti und überqueren die Meerenge von Bab el-Mandeb in Richtung Jemen, in der Hoffnung, die Golfstaaten zu erreichen, um dort Sicherheit, Stabilität und Arbeit zu finden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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