Deutschland muss bis zum Jahr 2045 insgesamt sechs Billionen Euro investieren, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Das ergab eine neue Studie der KfW, die vier Wochen vor der UN-Weltklimakonferenz veröffentlicht wurde. Der jährliche Investitionsbedarf beläuft sich demnach auf 290 Milliarden Euro, wobei der Verkehrssektor mit 45 Prozent den größten Anteil ausmacht, gefolgt von Energie (25 Prozent), Gebäude (22 Prozent) und Industrie (acht Prozent).
Stefan Wintels, Vorstandschef der KfW, erklärte, dass Deutschland vor „anspruchsvollen, aber machbaren“ Herausforderungen stehe. „Investitionen in Höhe von sechs Billionen Euro bis 2045 sind eine enorme Kraftanstrengung. Der Betrag relativiert sich jedoch dadurch, dass Deutschland auch beim Festhalten an fossilen Technologien stark investieren müsste. Investitionen in den Klimaschutz haben zudem einen wirtschaftlichen Nutzen und reduzieren die steigenden Kosten durch den Klimawandel. Klimatechnologien bergen gleichzeitig große Chancen für die deutsche Wirtschaft.“
Die Studie zeigt, dass der Investitionsbedarf im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2021 um eine Billion Euro gestiegen ist. Dies sei auf Preissteigerungen und einen Investitionsstau zurückzuführen, hieß es. Während in den letzten Jahren durchschnittlich 110 Milliarden Euro pro Jahr investiert wurden, bleibt eine jährliche Lücke von 180 Milliarden Euro, um die Klimaneutralität zu erreichen. Besonders Unternehmen aus der Energieversorgung und private Haushalte stehen vor großen Investitionen, um die notwendigen Veränderungen umzusetzen.
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