Juso-Chef Philipp Türmer: Neuwahl der SPD-Spitze kann für Glaubwürdigkeit sorgen

Juso-Chef Philipp Türmer sieht den geplanten SPD-Parteitag als Möglichkeit, mit neuem Spitzenpersonal für einen Neustart der Partei zu sorgen, und hält dabei offenbar einen Rückzug von Co-Parteichef Lars Klingbeil für möglich. „Mit dem angekündigten Parteitag ist nun endlich die Grundlage dafür gelegt, dass wir mit der Breite der Partei sämtliche Diskussion zur Zukunft der SPD führen können“, sagte Türmer den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Dienstagsausgaben).

Man brauche wieder „einen Plan und Ideen für die Zukunft – und Köpfe, die dafür glaubwürdig stehen“, so der Juso-Chef weiter. Dass Parteichef Lars Klingbeil nach dem Rücktritt von Co-Parteichefin Bärbel Bas Bereitschaft für einen umfassenden personellen Neustart signalisiert habe, verdiene Anerkennung. „Es ist gut, dass alles auf den Tisch kommt“, sagte Türmer.

Die SPD will laut Klingbeil ihre gesamte Parteispitze auf einem Parteitag im Dezember oder Januar neu wählen. Ob er erneut als Parteichef kandidieren werde, ließ Klingbeil offen. In der SPD war wegen der schlechten Umfragewerte und Wahlergebnisse zunehmend Kritik an der Parteiführung laut geworden. Unter anderem die Jusos hatten kritisiert, dass Klingbeil wie Bas neben dem Parteivorsitz auch Ministerämter inne haben beziehungsweise hatten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CSU-Generalsekretär Huber warnt vor Rot-Rot-Grün in Berlin: „Antisemitisch durchsetzte Clan-Koalition“

    Nach der Kritik von CDU-Chef Friedrich Merz an der Linkspartei hat auch CSU-Generalsekretär Martin Huber vor einer Fortsetzung der Sondierungsgespräche zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin gewarnt. „Eine Koalition…

    Berlin-Wahl: Janine Wissler plädiert für Koalition aus Linke, Grünen und SPD – 41 Prozent wollen Elif Eralp als Regierende Bürgermeisterin

    Die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Linken-Chefin, Janine Wissler, hat sich für eine Koalition ihrer Partei mit Grünen und SPD in Berlin ausgesprochen. „41 Prozent der Berliner wünschen sich Elif Eralp als…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert