Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, drängt auf Maßnahmen gegen Diskriminierung in den Wechseljahren.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes legte am Dienstag erstmals konkrete Handlungsempfehlungen für einen diskriminierungsfreien Umgang mit den Wechseljahren vor. Etwa elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich in dieser Lebensphase, und jede dritte von ihnen berichtet von starken beruflichen Belastungen. Trotzdem seien die Wechseljahre und ihre Auswirkungen auf Alltag und Beruf noch immer vielfach tabuisiert, so die Antidiskriminierungsstelle.
Ataman erklärte, dass die Wechseljahre aus der „Tabuzone“ herausgeholt werden müssten. „Sie sind kein individuelles Problem, das jede Frau für sich allein bewältigen muss.“ Frauen seien besonders oft in Berufen wie Schulen, Pflege und Gastronomie tätig, und die Gesellschaft sei auf ihre Leistung angewiesen. Ataman forderte eine „gute Gesundheitsversorgung und einen offenen, stigmatisierungsfreien Umgang mit den Wechseljahren am Arbeitsplatz“.
Zu den zentralen Empfehlungen der Antidiskriminierungsstelle gehören eine bessere Gesundheitsversorgung, die Entwicklung einer Nationalen Wechseljahres-Strategie und die Schaffung wechseljahresfreundlicher Arbeitsplätze. Zudem soll eine bundesweite Informationskampagne das Thema aus der „Tabuzone“ holen und mehr Forschung zu Wechseljahren gefördert werden. Auch der Diskriminierungsschutz soll gestärkt werden, um Benachteiligungen aufgrund der Wechseljahre zu verhindern.
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