JU-Vize Pascal Reddig fordert von der CDU Mut und Inhalte: „Politik für die nächste Generation, nicht für die nächste Wahl“

Der Vorsitzende der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU), fordert von seiner Partei Mut und inhaltliche Konzepte, um aus dem historischen Tief herauszukommen. „Als Partei und als politische Mitte stecken wir in einer tiefen Vertrauenskrise“, sagte der Vize-Bundesvorsitzende der Jungen Union dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) vor dem sogenannten „Deutschlandtag“ der Parteijugend in Bonn. „Unsere Erwartungshaltung ist daher sehr klar: Wir müssen jetzt liefern und strukturelle Fragen beantworten.“

„Wir machen Politik nicht für die nächste Wahl, sondern für die nächste Generation“, mahnte Reddig. „Wir müssen das Land so modernisieren und aufstellen, dass jeder junge Mensch weiß, dass er hier eine gute Zukunft hat.“

Es gehe um die Frage, ob das Steuersystem Leistung und Fleiß belohne, ob die Sozialsysteme künftig noch funktionierten und ob es in den nächsten Jahrzehnten genug Handlungsspielräume im Haushalt gebe, um in die Zukunft zu investieren. „Diese Fragen müssen am Ende der Legislaturperiode mit Ja beantwortet werden.“

Die Bundesregierung brauche den Mut zu notwendigen Veränderungen, sagte Reddig. „Die Union hat diese Bundesrepublik durch wegweisende Grundsatzentscheidungen, die nicht immer populär waren, geprägt und aufgebaut: Westbindung, soziale Marktwirtschaft, Wiedervereinigung, Europa“, sagte er. „Diesen Geist, diese Weitsicht und diesen Mut brauchen wir heute.“

Die Junge Union trifft sich von Freitagabend bis Sonntag zum diesjährigen „Deutschlandtag“ in Bonn. Am Samstag wird auch der Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz erwartet.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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