Neue Antisemitismus-Beauftragte: Deutsch-Israelische Gesellschaft lobt Wahl von Schnurbeins

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck (Grüne), hält die neue Antisemitismus-Beauftragte Katharina von Schnurbein für eine gute Wahl. Von Schnurbein sei eine intelligente Frau mit einer gewinnenden Persönlichkeit, sagte Beck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Das könnte für das Amt hilfreich sein“, so der DIG-Chef weiter.

Ihre Erfahrungen in der EU seien ein entscheidender Vorteil. „Sie hat dort einiges vorangebracht, obwohl sich die Arbeit auf europäischer Ebene noch bürokratischer und schwerfälliger gestaltet als in der Bundespolitik“, sagte Beck. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und wünsche sich, dass von Schnurbein in ihrem neuen Amt drei zentrale Baustellen angeht: die strafrechtliche Ahndung von Vernichtungsdrohungen gegen Israel, einen besseren Schutz vor antisemitischer Diskriminierung von Israelis und eine Reform des Haushaltsrechts, damit antisemitische Organisationen keine staatlichen Fördermittel erhalten.

Die EU-Beamtin von Schnurbein wird am Mittwoch das Amt der Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung übernehmen. Bisher war sie in vergleichbarer Funktion für die Europäische Kommission in Brüssel tätig. Von Schnurbein folgt auf Felix Klein, der das Amt acht Jahre lang innehatte und jetzt Ständiger Vertreter Deutschlands bei der Industrieländer-Organisation OECD in Paris ist.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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