Friedensnobelpreisträgerin Matviichuk: Russland betreibt in besetzten Gebieten genozidale Praktiken

Die ukrainische Juristin und Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matviichuk wirft Russland genozidale Praktiken in den besetzten Gebieten der Ukraine vor. Die Russen verbieten die ukrainische Sprache und Kultur, sie töten engagierte Mitglieder der lokalen Gemeinschaften wie Bürgermeister, Journalisten oder Lehrer, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Matviichuk ist Leiterin der ukrainischen Organisation Center for Civil Liberties (CCL), die 2022 den Friedensnobelpreis erhielt. Das CCL dokumentiert mutmaßliche Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen.

Weiter berichtete sie dem „Focus“ von Umerziehungslagern für Kinder. Die Russen redeten den Kindern dort ein, dass sie keine Ukrainer seien, sondern Russen. Sie erzählten ihnen, dass ihre Eltern oder Verwandten sie im Stich gelassen hätten. Anschließend würden sie von russischen Familien adoptiert, die sie als Russen großzögen.

Diese Taten seien die Konsequenz der Worte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass es keine ukrainische Nation und Kultur gebe. Russland hält derzeit etwa 19 Prozent der Ukraine besetzt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax plus 1,3 Prozent: Adidas und Deutsche Bank stark, Vonovia schwach

    Am Donnerstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.040 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.An der Spitze der…

    Bundesrechnungshof kritisiert staatliche Auslandsgarantien: Milliardenrisiken für den Bundeshaushalt

    Der Bundesrechnungshof (BRH) kritisiert die Bundesregierung wegen ihres Umgangs mit staatlichen Garantien für Geschäfte und Kredite im Ausland und warnt vor wachsenden Risiken für den Bundeshaushalt. Das berichtet das Magazin…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert