Beta-Carotin steigert Enzymaktivität: Neue Studie der TU München zeigt Potenzial für Medizin und Industrie

Forscher der Technischen Universität München haben herausgefunden, dass Beta-Carotin die Aktivität bestimmter Enzyme erhöhen kann.

Diese sogenannte Substratinhibierung tritt auf, wenn Enzyme durch zu viele Moleküle überlastet sind und dadurch langsamer arbeiten, teilte die TU München am Freitag mit. Die Studie zeige, dass die Reihenfolge, in der Moleküle an Enzyme binden, eine entscheidende Rolle spiele.

Untersucht wurde ein Enzym der Tabakpflanze, das Abwehrstoffe produziert. Bindet zuerst ein Phenol-Molekül an das Enzym, werde dieses gehemmt. Beta-Carotin könne diesen Effekt abschwächen, indem es mit den Phenolen um die Bindungsstellen konkurriere. Allerdings sei Beta-Carotin kein universelles Mittel gegen Enzymhemmungen, wie die Forscher betonen.

Die Erkenntnisse könnten langfristig Anwendungen in der Medizin oder Industrie finden, etwa um die Wirkung von Medikamenten oder die Effizienz industrieller Prozesse zu verbessern. Die Studie wurde im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlicht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Gaspreise sinken deutlich: Bis zu 1000 Euro Ersparnis möglich bei Neuvertrag

    Wer mit Gas heizt oder kocht, zahlt aktuell bei Neuabschluss eines Vertrags deutlich weniger als noch Anfang des Jahres. Das geht aus einer Analyse eines Vergleichsportals hervor, über die die…

    CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Ende der Steuerdebatte und effizienteres Gesundheitssystem

    CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat ein Ende der Koalitionsdebatte über höhere Steuern gefordert. „Im Koalitionsvertrag stehen keine Steuererhöhungen, und es wird sie auch nicht geben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert