Hisbollah-Entwaffnung als historische Chance für den Libanon – Israelischer Botschafter fordert europäische Unterstützung

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die geplante Entwaffnung der radikalislamischen Hisbollah im Libanon als „historische Chance“ bezeichnet.

In der Vergangenheit hätten die Europäer, vor allem die Franzosen, die Situation „schöngeredet“ und der Hisbollah „politische Legitimität verliehen“, sagte Prosor den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Diesen Fehler gelte es nun zu korrigieren. Nur durch die Entwaffnung der Terrorgruppe und ohne Einfluss aus dem Iran habe der Libanon eine Zukunft, so Prosor.

Er lobte die Vereinigten Staaten dafür, dass sie in diesem Punkt vorangingen und Druck ausübten. Nach dem US-Plan soll die Entwaffnung der Miliz mit einem Stopp der israelischen Angriffe auf den Libanon vergolten werden. „Schon aus Eigeninteresse sollten sich die Europäer anschließen“, sagte Prosor. Denn dann habe es auch die libanesische Regierung leichter, die Entwaffnung gegen interne Widerstände durchzusetzen. Für Prosor ist damit ein Silberstreif verbunden: „Ein freier und demokratischer Libanon könnte der Funken der Hoffnung sein, den die Region so dringend braucht.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Unterhändler Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen

    Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag als Gesandte von Donald Trump in Kiew eingetroffen. Die Ankunft markiert ihren ersten offiziellen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Sie…

    Kiesewetter warnt nach Hackerangriff auf Berliner Verwaltung vor Folgen für Verteidigungsfähigkeit

    Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung und der Veröffentlichung geheimer Daten im Darknet warnt der CDU-Außen- und Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter vor schwerwiegenden Folgen für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. „Dieser Datenabfluss…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert