Antidiskriminierungsstellen in Sachsen-Anhalt verzeichnen mehr Fälle

Die Antidiskriminierungsstellen in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr rund 270 Beratungsfälle bearbeitet. Das teilte das Sozialministerium mit.

Besonders häufig ging es dabei um rassistische Diskriminierung und Benachteiligungen aufgrund einer Behinderung.

Die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt mit Standorten in Magdeburg, Halle und Stendal registrierte 133 Fälle. Projektleiterin Janine Weidanz beobachtet eine zunehmende Toleranz gegenüber diskriminierendem Verhalten.

Die Beratungsstelle OFEK Sachsen-Anhalt verzeichnete 35 Fälle mit antisemitischem Hintergrund, vor allem seit den Ereignissen im Oktober 2023.

Staatssekretärin Susi Möbbeck betonte die Bedeutung der Beratungsangebote. Die Stellen helfen Betroffenen unter anderem bei der Erstellung von Beschwerden nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

In der Region Anhalt-Bitterfeld wurden über 40 Fälle bearbeitet, wobei die Zahl rassistischer Vorfälle in Magdeburg nach der Amokfahrt auf dem Weihnachtsmarkt deutlich gestiegen ist.

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