Bundesbauministerin Hubertz fordert hitzesichere Städte angesichts des Klimawandels

Angesichts der hohen Temperaturen pocht Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) auf eine verstärkte Anstrengung gegen Hitze und warnt vor ihren Folgen. „Wir müssen unsere Städte angesichts des Klimawandels fit für die Zukunft machen“, sagte Hubertz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben).

„Drückende Hitze und heiße Nächte bieten für alle kaum Luft zum Durchatmen und erschweren den täglichen Alltag – egal ob man auf der Baustelle, in der Kita oder im Pflegeheim arbeitet“, führte Hubertz aus. „Es ist für alle eine Herausforderung, vor allem auch für Ältere und Kinder“, fügte sie hinzu.

„Mehr Grün und Parks, mehr Schatten, kühlere Ecken, hellere Häuserfassaden und nachhaltige Materialien wie Holz helfen dabei, die Temperaturen zu verringern“, erklärte die Ministerin.

„Auch beim Umgestalten lassen wir die Städte bei der Hitzevorsorge dabei nicht allein“, so Hubertz. Klimaschutz und Klimaanpassung seien bei den Förderprogrammen für die Stadtentwicklung bereits Grundvoraussetzung. Bis 2029 seien die Mittel für die Städtebauförderung verdoppelt worden und kämen nun schrittweise auf 1,58 Milliarden Euro.

In Deutschland hat sich aufgrund der menschengemachten Erderhitzung seit den 1950ern die Zahl der Hitzetage bereits auf durchschnittlich 11,5 Hitzetage pro Jahr verdreifacht. Wird der Ausstoß von Treibhausgasen nicht reduziert, drohen beispielsweise in Berlin in den Jahren 2071 bis 2100 zwischen 20 und 35 Hitzetage pro Jahr. Durch eine Einhaltung der Pariser Klimaziele kann die Zahl der Hitzetage auf durchschnittlich zehn bis 16 pro Jahr begrenzt werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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