Grüne gründen Ostbeirat mit Experten und Parteivertretern für ostdeutsche Themen

Am kommenden Dienstag soll erstmals ein neuer Beirat der Grünen tagen, der den Parteivorstand zu ostdeutschen Fragen beraten soll. Zu den 17 externen Beratern gehören der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, der vor allem zur DDR-Geschichte forscht, sowie die Politikwissenschaftlerin Judith Enders, die die Initiative „Dritte Generation Ostdeutschland“ mitbegründete, berichtet die „taz“ (Mittwochsaugabe).

Ebenfalls im Ostbeirat sitzen altgediente Grüne wie die Ex-Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Aus den Ländern sind aktuelle Amtsträgerinnen wie Franziska Schubert (Fraktionschefin in Sachsen) und Susan Sziborra-Seidlitz (Parteichefin in Sachsen-Anhalt) dabei.

Weitere Mitglieder sind Stefan Fassbinder aus Greifswald als einziger grüner Oberbürgermeister des Ostens und Grit Friedrichs als DDR-Bürgerrechtlerin. Aus der jüngeren Generation nehmen unter anderem Tammo Westphal (Vorstandsmitglied Grüne Jugend) und Lukas Mosler (Landesparteirat Sachsen, bei der Bundestagswahl 2021 Direktkandidat in Bautzen) teil.

Die Grünen waren 2024 in Brandenburg und Thüringen aus den Landtagen, in Sachsen aus der Regierung geflogen. 2026 droht das Aus in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Der Bundesvorstand hatte schon im Frühjahr Gegenmaßnahmen angekündigt, als eine der ersten wird jetzt der Ostbeirat eingesetzt.

„Es gab großes Interesse an Plätzen im Beirat“, sagte der stellvertretende Grünen-Vorsitzende Heiko Knopf, der an der Zusammensetzung der Runde gearbeitet hatte, der Zeitung. „Mir war bei der Besetzung wichtig, dass wir viele verschiedene Perspektiven einbinden. Ehrenamtliche, hauptamtliche Personen, intern und extern, die nicht regelmäßig miteinander im Austausch sind.“

Knopf selbst gehört dem Beirat ebenso an wie Parteichef Felix Banaszak, das einzige Mitglied ohne Ostbiografie. Weitere Mitglieder sind Michael Kellner, Carla Kniestedt, Tobias Kremkau, Luna Möbius, und Nicole Peter.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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