Studie zeigt: Schwache Infrastruktur treibt AfD-Erfolg voran

In Regionen mit einer höheren Kitabetreuungsquote, einem gut ausgebauten Breitbandnetz und einer höheren Schulbildung erhielt die AfD weniger Zweitstimmen. Das zeigt eine neue Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach konnte die Partei ihre höchsten Stimmenanteile und Zugewinne vor allem in strukturschwachen, ländlichen Regionen in Ostdeutschland erzielen. Auch in den altindustriell geprägten Städten in Westdeutschland wuchs die AfD-Unterstützung, bei gleichzeitig niedriger Wahlbeteiligung. Und: Dort, wo es einen hohen Altenquotienten, einen niedrigen Frauenanteil oder eine als schlechter empfundene Gesundheitsversorgung gibt, erhielt die AfD viele Stimmen.

Die Autoren der Studie empfehlen daher unter anderem eine vorausschauendere Investitionspolitik. Die Menschen dürften nicht das Gefühl bekommen, man lasse sie im Stich, sagte Martin Schulz, Vorsitzender der FES und ehemaliger SPD-Chef zu den Ergebnissen der Studie: „Die öffentliche Versorgung kaputtzusparen, ist Gift für unsere Demokratie.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bofinger warnt vor Einbeziehung von Beamten in gesetzliche Rentenversicherung

    Peter Bofinger, Mitglied der Rentenkommission, warnt vor einer Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung. „Das wäre eine massive Doppelbelastung für den öffentlichen Sektor“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.Bei…

    Tokio und Seoul wollen Verteidigungskooperation vertiefen

    Südkorea und Japan wollen ihre Verteidigungskooperation vertiefen. Die Verteidigungsminister beider Länder einigten sich bei einem Treffen in Seoul unter anderem auf eine verstärkte Zusammenarbeit in fortschrittlichen Technologien wie Künstlicher Intelligenz.In…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert