Volkswagen vereinheitlicht Modellentwicklung

Der Autokonzern Volkswagen will die Entwicklung von Autos stärker vereinheitlichen. Der neue Konzernentwicklungschef Werner Tietz sagte dem Wirtschaftsmagazin Capital, die Technik der Konzern-Fahrzeuge sei in den vergangenen Jahren „sehr komplex“ geworden.

Mit dieser Komplexität wolle er aufräumen: „Zu sagen: Diese Sonderlösung gibt`s jetzt mal nicht, das ist mein Job.“ Tietz gab gegenüber Capital den Verantwortlichen in den einzelnen Konzernmarken wie Audi, Porsche, Skoda, Seat/Cupra die Schuld an der seiner Ansicht nach fehlgeleiteten Entwicklung: „Jede Marke und Region wollte hier etwas hinzufügen, dort etwas dranbauen.“

Der Konzern verfolgt seit Jahren das Prinzip, mit Einheitstechnik möglichst große Stückzahlen zu erzielen und dadurch Kosten zu sparen: Autos mit gleichem Antriebsstrang, Fahrwerk und Softwaresystem werden unter unterschiedlichen Marken und Designs ausgeliefert und können so kostengünstiger entwickelt und produziert werden. Doch dieses Ziel konnte der Konzern laut Tietz bislang nur unzureichend erreichen.

Tietz, der bisher Entwicklungsvorstand bei der VW-Tochter Seat/Cupra war, hat sein neues Amt am 1. Juli angetreten. Er löste Michael Steiner ab, der Vizechef der Sportwagentochter Porsche wurde. Tietz ist Konzernchef Oliver Blume untergeordnet und Mitglied der sogenannten erweiterten Konzernleitung bei Volkswagen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Freuding appelliert an USA: Ukraine braucht ungehinderten Starshield-Zugang – Bundeswehr-Beschaffung zu langsam

    Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, appelliert an die USA, der Ukraine ungehinderten Zugang zum Starshield-Satellitennetzwerk des US-Milliardärs Elon Musk zu gewähren. „Starshield ist für die Gefechtsführung von höchster Bedeutung“,…

    Frankreich: Hunderttausende demonstrieren gegen hohe Lebenshaltungskosten

    In Frankreich sind landesweit Hunderttausende Menschen bei Demonstrationen auf die Straßen gegangen, um gegen die hohen Lebenshaltungskosten zu protestieren. Schätzungsweise hätten sich mindestens 410.000 Menschen an den landesweiten Protesten beteiligt,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert