Linke beklagt mangelnden Hitzeschutz in Sachsen-Anhalt

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt wirft der Landesregierung vor, vulnerable Gruppen im Stich zu lassen. Laut einer Kleinen Anfrage gibt es weder verbindliche Standards für hitzegerechte soziale Einrichtungen noch einen vollständigen Überblick über kommunale Hitzeaktionspläne, hieß es am Mittwoch aus der Partei.

Nur vier von 14 Landkreisen und kreisfreien Städten arbeiten derzeit an solchen Plänen.

Gesundheitspolitische Sprecherin Nicole Anger bezeichnet Hitze als ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, das jedes Jahr Menschenleben koste. Besonders betroffen seien ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke.

Die Linke fordert verbindliche Hitzeaktionspläne für alle Landkreise, soziale Priorität bei Fördermitteln und mehr kühle Rückzugsorte in Städten.

Zwischen 2019 und 2024 sind in Sachsen-Anhalt schätzungsweise 726 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben, wie aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht. Die meisten Opfer waren über 75 Jahre alt.

Als positives Beispiel nennt die Linke Barcelona, wo es zahlreiche öffentliche Klimaunterkünfte gibt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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