Die Kulturhauptstadtregion Chemnitz-Zwickau hat im ersten Halbjahr überdurchschnittliche Tourismuszahlen verzeichnet. Die Übernachtungszahlen stiegen um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei die Stadt Chemnitz im Juni sogar einen Zuwachs von 44,4 Prozent verzeichnete, teilte die Verwaltung am Freitag mit.
Auch das Erzgebirge legte leicht zu, mit einem Plus von 0,8 Prozent bei den Übernachtungen.
Im gesamten Freistaat Sachsen zeigte sich eine gemischte Entwicklung: Während die Gästezahlen im Juni um 1,1 Prozent auf 788.000 und die Übernachtungen um 1,7 Prozent auf 1,93 Millionen stiegen, gab es im Halbjahresvergleich Rückgänge. Von Januar bis Juni besuchten 3,63 Millionen Gäste (-2,6 Prozent) Sachsen und buchten 8,93 Millionen Übernachtungen (-2,7 Prozent).
Die Übernachtungen ausländischer Gäste sanken um 23,2 Prozent auf 204.000, was auf das außergewöhnlich reisestarke Jahr 2024 mit Fußball-EM und internationalen Großveranstaltungen zurückgeführt wird.
Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch betonte die Bedeutung der Kultur als Tourismusimpulsgeber und verwies auf die positiven Effekte des Kulturhauptstadt-Titels für Chemnitz. Landestourismusverbandspräsident Stephan Meyer wies jedoch auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Betriebe hin und forderte politische Unterstützung wie die Rückkehr des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie.
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