BSW kritisiert unzureichende Wertschätzung für pflegende Angehörige in Sachsen

Die BSW-Landtagsfraktion hat die sächsische Landesregierung für ihre Plakatkampagne zum Tag der pflegenden Angehörigen kritisiert. Der gesundheitspolitische Sprecher Ronny Kupke sagte am Montag, dass symbolische Aktionen nicht ausreichten, um die Situation der Pflegenden angemessen zu würdigen.

Nach Angaben der Fraktion werden 60 Prozent aller Pflegebedürftigen in Sachsen ausschließlich durch Angehörige betreut, die dabei oft an ihre körperlichen, seelischen und finanziellen Grenzen gelangten.

Kupke wies darauf hin, dass viele Pflegende Lohnverluste, geringere Rentenansprüche und Karriereeinbußen in Kauf nähmen, während der Staat immense Kosten spare.

Die BSW fordert eine flächendeckende Versorgung mit Pflegeeinrichtungen, Kurzzeitpflegeplätzen und barrierefreien Wohnungen sowie die Einführung eines Pflegegeldes als Lohnersatzzahlung. Kupke betonte, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die entsprechende politische Maßnahmen erfordere.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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