Oberbürgermeister Alexander Vogt hat die Verteilung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes scharf kritisiert. Die Stadt Halle erhalte mit 511 Euro pro Einwohner deutlich weniger als der Landesdurchschnitt von 734 Euro, teilte Vogt mit.
Während Landkreise überproportional berücksichtigt würden, bleibe die Rolle Halles als Oberzentrum unberücksichtigt.
Vogt betonte, dass Halle nicht nur die Lasten für die eigene Einwohnerschaft trage, sondern auch Aufgaben für das Umland und das ganze Land übernehme. Die Kombination von Fläche und Einwohnerzahl als Verteilungsbasis bezeichnete er als „Gießkannenprinzip“.
Für eine erfolgreiche Entwicklung des Ostens brauche es Leuchttürme wie Halle, die Sogeffekte für die gesamte Region erzeugen könnten.
Trotz der Kritik sieht die Stadt Chancen im sogenannten Landesarm, aus dem weitere Projekte gefördert werden können. Vogt nannte als Beispiel das benötigte Wasserwerk Beesen, das für die wirtschaftliche Entwicklung im Landessüden wichtig sei.
Der Investitionsbedarf der Stadt liege bei rund einer Milliarde Euro für Infrastrukturprojekte wie Brücken, Straßen, Schulen und Klimaschutz.
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