Die Landeshauptstadt Magdeburg hat für das kommende Jahr einen Haushaltsplanentwurf vorgelegt, der einen Fehlbetrag von rund 57 Millionen Euro aufweist. Dennoch sind Investitionen von fast 90 Millionen Euro vorgesehen, wie Oberbürgermeisterin Simone Borris und der Beigeordnete für Finanzen und Vermögen, Thorsten Kroll, mitteilten.
Der Stadtrat wird im Dezember über den Entwurf entscheiden.
Trotz der im Jahr 2023 begonnenen Konsolidierungsmaßnahmen bleibt der Haushaltsplanentwurf unausgeglichen. Borris betont, dass die Stadt weiterhin auf eine angemessene Finanzierung durch das Finanzausgleichsgesetz des Landes angewiesen ist.
Eine bedarfsgerechte Anpassung der Schlüsselzuweisungen hätte der Stadt rund 18 Millionen Euro mehr zur Verfügung gestellt und das prognostizierte Defizit um knapp ein Drittel reduzieren können.
Die Herausforderungen für die Stadt nehmen zu, darunter wachsende Sozialausgaben und marode Infrastruktur. Die geplanten Haushaltserträge für 2026 belaufen sich auf knapp 968 Millionen Euro, während die Aufwendungen bei 1,025 Milliarden Euro liegen.
Um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern, sind weitere Konsolidierungsanstrengungen notwendig.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

