Die Treibhausgasemissionen in Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr um 450.000 Tonnen angestiegen. Das teilte das Landesamt für Umweltschutz am Donnerstag mit.
Demnach wurden 2024 insgesamt 26,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen, was einem Anstieg von 1,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Als Hauptgründe für den Anstieg nennt der Bericht den verstärkten Einsatz von Kohle im Kraftwerk Schkopau sowie die wieder angekurbelte Düngemittelproduktion infolge gesunkener Gaspreise. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten jährlich eigentlich 1,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – stattdessen steigen die Emissionen aktuell.
Wolfgang Aldag, klimapolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, kritisierte diese Entwicklung als ‚Rückschritt für unser Land‘.
Die Grünen-Fraktion will noch in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz in den Landtag einbringen, das verbindliche Reduktionsziele, regelmäßige Überprüfungen und einen Klimavorbehalt für öffentliche Investitionen vorsieht.
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