Die BSW-Landtagsfraktion in Sachsen hat die jüngsten Äußerungen von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Ansiedlung von Rüstungsunternehmen im Freistaat scharf kritisiert. Fraktionsvorsitzende Sabine Zimmermann warf dem CDU-Politiker vor, sich vom „Friedensengel“ zum „Lobbyisten der Rüstungsindustrie“ gewandelt zu haben, heißt es aus der Fraktion am Freitag.
Zimmermann bezweifelt den Nutzen von Waffenproduktion in Sachsen: „Was ist denn bitte nachhaltig oder gar zielführend an der Produktion von Kriegswaffen? Im besten Fall werden diese irgendwann teuer verschrottet und im schlimmsten Fall töten sie Menschen.“
Sie verwies auf die deutsche Geschichte, die zeige, „wohin wirtschaftliches Hochrüsten Deutschland schon einmal gebracht hat“.
Die BSW-Politikerin sagte, dass bisher noch kein Krieg durch weitere Aufrüstung beendet worden sei. Statt Rüstungsindustrie forderte sie alternative Wirtschaftsförderung für den Freistaat.
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