Zoll in Sachsen-Anhalt leitet 20 Ermittlungsverfahren nach Kontrollen ein

Das Hauptzollamt Magdeburg hat bei europaweiten Kontrolltagen gegen Menschenhandel und Zwangsarbeit insgesamt 20 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei handelte es sich um 10 Strafverfahren und 10 Ordnungswidrigkeitenverfahren, wie Sebastian Schultz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Magdeburg, mitteilte.

Im Zeitraum vom 22. bis 28. September überprüften 69 Zöllner 89 Arbeitnehmer in 17 Objekten.

Die Kontrollen fanden in Magdeburg, Halle (Saale), Lutherstadt Wittenberg, Wernigerode sowie im Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel statt. Besonders im Fokus standen dabei das Hotel- und Gaststättengewerbe, landwirtschaftliche Betriebe, das Baugewerbe und Nagelstudios.

Die Verfahren wurden aufgrund von Verstößen gegen ausländerrechtliche Vorschriften eingeleitet, insbesondere wegen Aufenthalts ohne Aufenthaltstitel.

Aktuell führen die Beamten umfangreiche Nachermittlungen durch, bei denen die vor Ort erhobenen Daten mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der Unternehmen abgeglichen werden. Der Zoll steht dabei im engen Informationsaustausch mit anderen Behörden und der Rentenversicherung.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Wetterbericht für Sachsen-Anhalt (10.06.2026)

    In Sachsen-Anhalt bleibt das Wetter vorerst wechselhaft und von Gewittern geprägt. Für den heutigen Nachmittag und Abend werden vereinzelt Gewitter erwartet, die lokal eng begrenzt mit Windböen zwischen 50 und…

    Schwere Auseinandersetzung in Stendal: Haftbefehl erlassen

    In Stendal ist es hinter dem Altmark-Forum zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein 27-jähriger Tunesier unter anderem durch Hieb- und Stichwaffen so schwer verletzt, dass er notfallmedizinisch behandelt…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert