Dobrindt fordert mehr Forschung und Finanzmittel für Drohnenabwehr – Kritik von Grünen

Zum besseren Schutz vor feindlichen Drohnen fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Forschung und finanzielle Mittel.

Der „Bild“ (Samstagsausgabe) sagte Dobrindt: „Die Drohnensichtungen über München sind ein weiterer Weckruf: Der Wettlauf zwischen Drohnen-Bedrohung und Drohnen-Abwehr wird immer härter. Wir brauchen jetzt mehr Finanzierung, Förderung und Forschung.“

Dobrindt ergänzte, die Finanzierung und Forschung müsse „national und auf europäischer Ebene“ verstärkt werden. Für Mittwoch hat der Innenminister eine Verschärfung des Polizeigesetzes zum Abschuss von Drohnen in Deutschland angekündigt.

Grünen-Chef Felix Banaszak wirft Dobrindt im Umgang mit der Bedrohung durch Drohnen Versäumnisse vor. „Ich habe wenig Verständnis dafür, dass Innenminister Dobrindt sich seit seinem Amtsantritt offenbar ausschließlich mit anderen Dingen beschäftigt hat und erst in den letzten Tagen beim Thema Drohnen allmählich aufzuwachen scheint“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Es kann nicht sein, dass es momentan noch nicht einmal ein aktuelles Lagebild zu den bald täglichen Vorfällen mit Drohnen in Deutschland gibt.“

Banaszak weiter: „Russland versucht, gezielt und massiv mit Drohnen, Hackerangriffe und Sabotagen Unruhe in Europa zu verbreiten und diese hybride Bedrohung ist nicht erst seit gestern allgegenwärtig.“ Der Grünen-Vorsitzende fügte hinzu: „Es ist überfällig, dass die Bundesregierung jetzt ins Handeln kommt, weiterer Stillstand gefährdet unsere innere und äußere Sicherheit.“

Konkret forderte er: „Dobrindt muss jetzt alle Akteure an einen Tisch holen, um endlich klare und pragmatische Lösungen zum Umgang mit Drohnen zu finden und unsere kritische Infrastruktur wirksam zu schützen. Dazu muss die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern verbessert und das lange überfällige Kritis-Dachgesetz verabschiedet werden.“

Das sogenannte Kritis-Dachgesetz für einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur wurde vor Kurzem vom Bundeskabinett beschlossen, der Bundestag muss es noch verabschieden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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