Grünen-Politiker Kellner kritisiert Stahlindustrie-Berater des Wirtschaftsministeriums scharf

Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, hat scharfe Kritik an den jüngsten Anmerkungen des Beratergremiums des Bundeswirtschaftsministeriums zur Zukunft der deutschen Stahlindustrie geübt.

Die Berater der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) halten die Stahlbranche für weitgehend verloren, weil Deutschland dauerhaft durch hohe Energiepreise belastet sei und international nicht wettbewerbsfähig bleibe. Kellner, selbst ehemaliger Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, nannte diese Einschätzung falsch und kurzsichtig. Für ihn besitzen Stahl und die ihn produzierende Industrie ein überragendes strategisches Interesse.

Man habe erlebt, wie brüchig Lieferketten in der während Corona waren. „Wir sollten doch nicht angewiesen sein, dass wir völlig abhängig vom Ausland sind“, sagte Kellner am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Stahl sei eine Grundstoffindustrie und diene der eigenen Widerstandsfähigkeit. „Für unsere eigene Sicherheit ist es wichtig, dass wir in Deutschland, dass wir in Europa auch eine eigene europäische Stahlindustrie haben.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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