US-Sanktionen: Rosneft Deutschland vorerst ausgenommen – PCK Raffinerie Schwedt vermeidet Versorgungskrise

Die Deutschlandtochter des russischen Staatskonzerns Rosneft wird von den neuen US-Sanktionen offenbar vorerst ausgenommen. Das berichten am Dienstag mehrere Medien übereinstimmend.

Ohne die angekündigte Ausnahme der US-Sanktionen hätte es zu einer schwerwiegenden Versorgungskrise kommen können, wie das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Regierungsinsider berichtet. Gleich nach der Verkündung der Sanktionen hätten demnach die Banken, die bislang mit und für PCK die Geschäfte abwickelten, ihr Engagement weitgehend eingestellt. Rosneft Deutschland hält die Mehrheit an der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt.

In nur wenigen Wochen hätte PCK dadurch womöglich den Betrieb einstellen und Insolvenz anmelden müssen, hieß es von den Eingeweihten. Auch die staatliche KfW hätte demnach wegen des eigenen US-Geschäfts nicht einspringen können. Im Bundeswirtschaftsministerium waren die Sorgen deshalb groß, dass es bei einer Insolvenz zu großen Versorgungsengpässen in Deutschland gekommen wäre, da die Raffinerie PCK große Teile Ostdeutschlands sowie den Flughafen BER mit Kraftstoff versorgt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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