Ein europäischer Synergy Grant mit einem Gesamtbudget von 14 Millionen Euro geht an den Dresdner Wissenschaftler Daniel Bemmerer vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und seine drei italienischen sowie spanischen Partner. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus am Donnerstag mit.
Mit ihrem gemeinsamen astrophysikalischen Projekt LUNANOVA gehören sie zu den 66 vorwiegend europäischen Forschungsteams, die Förderungen in Höhe von insgesamt 684 Millionen Euro erhalten.
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow gratulierte dem Forscherteam und betonte: „Die Vergabe dieses Synergy Grants verdeutlicht die Anziehungskraft der exzellenten sächsischen Wissenschaftslandschaft für Kooperationen.“ Die Synergy Grants sind Teil des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont Europa“ der Europäischen Union und fördern die Zusammenarbeit zwischen herausragenden Forschenden.
Das Projekt LUNANOVA konzentriert sich auf das bisherige Sonnenmodell und will mit Beschleunigerexperimenten tief unter der Erde, unter anderem im Felsenkeller-Labor in Dresden, die Fusionsreaktionen der Sonne beobachten.
Ziel ist es, Ungenauigkeiten aus dem Sonnenmodell zu entfernen, die auf ungenaue Kernreaktionsdaten zurückzuführen sind. Insgesamt wurden 712 Vorschläge für die Ausschreibung 2024 eingereicht, wovon nur etwa jeder zehnte ausgewählt wurde.
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