SPD plant Beratungsangebot für Abgeordnete bei Social-Media-Anfeindungen

Die SPD-Fraktion im Bundestag plant ein Beratungsangebot für Abgeordnete und Mitarbeiter, die sich wegen Anfeindungen auf Social Media großen Belastungen ausgesetzt sehen.

Das kündigte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern an. „Die Angriffe haben eine neue Qualität. Ich kann das, was da an Mails und Anfeindungen kommt, nicht ignorieren. Das gilt auch für meine Mitarbeitenden, für die ich ja eine Fürsorgepflicht habe. Deshalb rotieren wir im Team, damit nicht eine Person alles abbekommt. Wir arbeiten daran, für Abgeordnete und Mitarbeiter ein Beratungsangebot zu schaffen. Der Ton ist rauer geworden, aber wir müssen uns dieser Realität stellen.“

Prinzipiell beklagte Miersch die Entwicklung durch Social Media. „Polarisierung verdrängt Erfolge. Konflikte sind attraktiver als Lösungen – das gilt für Medien wie soziale Netzwerke. Der Kompromiss hat seinen gesellschaftlichen Wert verloren. Social Media belohnt Extreme, nicht Ausgleich. Das erschwert Parlamentarismus.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Jako-Vorstand weist Forderung nach günstigeren Kindertrikots zurück und verweist auf Marktwirtschaft

    Der deutsche Sportartikelhersteller Jako verteidigt die hohen Preise für Fußballtrikots. „Wenn der Kunde bereit ist, den Preis zu zahlen, ist er auch gerechtfertigt“, sagte Jako-Vorstand Tobias Röschl den Zeitungen der…

    Bundesforschungsministerin Bär: Raumfahrt entscheidend für Deutschlands Sicherheit – Govsatcom-Hub in Köln startet

    Die Sicherheit Deutschlands wird nach Ansicht von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) inzwischen auch im All verteidigt.„Unsere Sicherheit von morgen hängt auch von Raumfahrt ab“, sagte Bär der „Rheinischen Post“ (Dienstag).…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert