Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember zu mehr Solidarität mit HIV-Infizierten aufgerufen. Diskriminierung und Unwissen seien weiterhin die größten Hindernisse für Prävention und Teilhabe, sagte die Ministerin am Sonntag.
Unter dem Motto „Gemeinsam. Gerade jetzt.“ soll ein Zeichen gegen die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft gesetzt werden.
Ende 2024 lebten im Freistaat nach aktuellen Schätzungen über 2.800 Menschen mit HIV/Aids, davon kannten etwa 460 ihre Infektion noch nicht.
Von den 130 HIV-Erstdiagnosen im vergangenen Jahr wiesen 35 einen fortgeschrittenen Immundefekt und 20 bereits eine Aids-Erkrankung auf. Das Sozialministerium will daher Testangebote weiter ausbauen und niedrigschwellige Zugänge schaffen.
Der Freistaat fördert die Arbeit der vier Aidshilfen mit jährlich bis zu 570.000 Euro, die Präventionsarbeit der Gesundheitsämter mit zusätzlichen 50.000 Euro.
Köpping dankte dem Sächsischen Landtag für die finanzielle Absicherung dieser Arbeit. Dank moderner Therapien seien erfolgreich behandelte HIV-Patienten nicht mehr infektiös, was jedoch in der Bevölkerung noch zu wenig bekannt sei.
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