Friedrich Merz will Zusammenarbeit mit Polen in Sicherheit, Infrastruktur und Erinnerung intensivieren

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Zusammenarbeit mit Polen intensivieren.

„Wir Deutsche brauchen das starke Polen als gleichwertigen Partner“, sagte Merz am Montag bei den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen im Kanzleramt. Man brauche die Partnerschaft für ein „sicheres, freies und wohlhabendes Europa“. Dieses Europa müsse sich allerdings auf „das Wesentliche“ konzentrieren, fügte er hinzu.

Die Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg sei: „Deutschland gehört fest an die Seite Polens.“ In der Kooperation wolle man drei Schwerpunkte setzen, so Merz weiter. Erstens wolle man die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit und Verteidigung intensivieren. Dazu gehöre unter anderem der Ausbau der Kooperation bei der Abwehr von Drohnen. Über die Unterstützung der Ukraine hätten die beiden Regierungschefs am Montag mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premier Keir Starmer und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj telefoniert.

Der zweite Schwerpunkt beziehe sich auf die Vernetzung der Infrastrukturen der beiden Länder. Diese solle sich „auch in der Lebenswirklichkeit“ der Menschen widerspiegeln. Dazu modernisiere man grenzüberschreitende Bahnverbindungen. Zusätzlich wolle man auch Grenzübergänge im Straßenverkehr ausbauen.

Als dritten Schwerpunkt nannte Merz die Erinnerung. „Wir können und wollen die Geschichte nicht ausblenden“, sagte der Kanzler. Man müsse „auch die schmerzhafte Erinnerung“ wachhalten, fügte er hinzu. Das solle aber beide Länder nicht trennen, sondern vielmehr zusammenführen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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