Deutsche Großkonzerne vernachlässigen Klimarisiken in Bilanzen

Die größten deutschen Konzerne rechnen fast durchgängig mit zunehmenden Belastungen durch den Klimawandel – bilden diese Risiken aber kaum in ihren Bilanzen ab. Das zeigt eine Analyse des „Handelsblatts“ aller im Aktienleitindex Dax notierten Unternehmen.

Bis auf wenige Ausnahmen bilden die 40 Konzerne keine Rückstellungen oder Rücklagen und tätigen keine substanziellen Investitionen für mehr Klima-Resilienz. Nur wenige kalkulieren überhaupt konkret mit wirtschaftlichen Einbußen. 14 Dax-Konzerne haben gegenüber der globalen Transparenzplattform CDP freiwillig ihre Klimarisiken beziffert. Laut der Datensammlung, über die das „Handelsblatt“ berichtet, kommen sie in Summe auf Maximalschäden von 3,8 Milliarden Euro.

Nach Einschätzung von Annika Zawadzki, Partnerin bei der Unternehmensberatung BCG, dürften die Kalkulationen noch untertrieben sein: „Konzerne schauen bei ihrer Klimarisikoanalyse oftmals nur auf einzelne Standorte. Aber Wetterextreme betreffen auch Mitarbeiter und die eigene Lieferkette. Der wahre Umfang von Klimakatastrophen wird oftmals noch systematisch unterschätzt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Linke wählt Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano zur neuen Doppelspitze auf Parteitag in Potsdam

    Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano sind die neue Doppelspitze der Linkspartei.Pantisano kam am Samstag auf dem Parteitag in Potsdam allerdings nur auf gut 53 Prozent der Stimmen und kassierte damit…

    Pantisano neuer Co-Chef der Linkspartei – Schwerdtner wiedergewählt

    Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano ist zum neuen Co-Vorsitzenden der Linkspartei gewählt worden. Er führt die Partei damit künftig gemeinsam mit Ines Schwerdtner, die am Samstag wiedergewählt wurde. Die dts Nachrichtenagentur…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert