Das Land Sachsen-Anhalt hat die Agrarbeihilfen für das Jahr in Höhe von insgesamt 289,1 Millionen Euro zum frühestmöglichen Zeitpunkt bereitgestellt. Die Zahlungen kommen mehr als 3.800 landwirtschaftlichen Betrieben im Land zugute, die zusammen rund 1,14 Millionen Hektar Fläche bewirtschaften, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten mit.
Die Direktzahlungen, die als Kernelement der EU-Agrarförderung gelten, wurden am 19. Dezember von der EU-Zahlstelle überwiesen.
Sie umfassen die Einkommensgrundstützung (172,5 Mio. Euro), Umverteilungszahlungen für kleinere und mittlere Betriebe (9,7 Mio. Euro), Zuschüsse für Junglandwirte (2,9 Mio. Euro) sowie gekoppelte Einkommenshilfen für Tiere. Hinzu kommen freiwillige Ökoregelungen in Höhe von 78,8 Millionen Euro, die Betriebe zu umweltfreundlichen Maßnahmen wie dem Anbau von Blühflächen anregen.
Bereits im Dezember wurden zudem Ausgleichszulagen für benachteiligte Gebiete (5,6 Mio. Euro) sowie Zahlungen für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ausgezahlt, darunter der Pflanzenschutzmittelverbot-Ausgleich (3,9 Mio. Euro) und der Natura 2000-Ausgleich (12,3 Mio. Euro).
Wirtschaftsminister Sven Schulze betonte, die Direktzahlungen seien zentral für die Einkommensstabilität der Landwirte und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
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