DRK-Präsident fordert bessere Ausrüstung von Krankenhäusern für den Verteidigungsfall

Krankenhäuser müssen nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, für einen Verteidigungsfall besser ausgerüstet werden. Er habe vor Kurzem in Israel das Krankenhaus der Ben-Gurion-Universität besucht, sagte Gröhe der „Rheinischen Post“. „Es hält in geschützten Kellerräumen Notoperationssäle vor. So sollte es auch bei uns in bestimmten Krankenhäusern sein.“

„Wir müssen in einem bewaffneten Konflikt vor allem auch handlungsfähig bleiben“, so Gröhe. „Krankenhäuser müssen beispielsweise so eingerichtet werden, dass sie im Ernstfall weiter die Gesundheitsversorgung sicherstellen können.“

Zugleich beklagte Gröhe eine wachsende Zahl an Angriffen auf Helfer in Krisengebieten. „Es gibt eine unglaubliche Verrohung. Humanitäre Einsatzkräfte sind immer häufiger Opfer gezielter Angriffe.“ So berichteten viele Organisationen von Attacken auf gekennzeichnete Fahrzeuge oder auf ihre Krankenhäuser. „Die humanitäre Hilfe wird zu wenig geschützt, das humanitäre Völkerrecht verletzt und ausgehöhlt. Das ist eine Entwicklung, der wir uns entgegenstellen müssen“, sagte Gröhe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CDU-Präsidium: Stefan Evers fordert Ehrlichkeit und Klarheit beim Reformkurs der Bundesregierung

    Berlins CDU-Landeschef Stefan Evers will bei der Klausurtagung des Parteipräsidiums klären, wie der Reformkurs der Bundesregierung bei den Menschen Zuversicht statt Ängste auslösen könne.„Wir müssen uns die Frage stellen, weshalb…

    Bericht: Ansturm auf Abfindungsangebot legt BMW-Mitarbeiterportal lahm

    Der Autohersteller BMW hat am Donnerstag per E-Mail Zehntausende Mitarbeiter über den Start seines Abfindungsprogramms informiert und damit die konzerneigene HR-Plattform „HR4Me“ offenbar überlastet. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert