Wagenknecht wirft Brandenburger Ex-Mitgliedern „Verrat“ vor

Das Ende der Regierungskoalition zwischen SPD und BSW in Brandenburg hat zu scharfer Kritik durch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht geführt. In der „Bild“ wirft Wagenknecht den drei aus der Partei ausgetretenen BSW-Fraktionsmitgliedern im Brandenburger Landtag „Verrat“ vor.

„Mehr kann man seine Wähler nicht verraten: Hier wird eine Regierung geschreddert, um mit der CDU auf ein Weiter-so einschwenken zu können“, sagte sie. Auslöser der scharfen Kritik war der Parteiaustritt von Finanzminister Robert Crumbach und zweier weiterer Abgeordneter, die damit automatisch auch aus der BSW-Fraktion ausgeschieden sind und das Ende der SPD-BSW-Koalition herbeigeführt haben.

Die BSW-Gründerin sieht hier einen systematischen „Wahlbetrug“. Wagenknecht sagte: „Offenbar wurde dieser Wahlbetrug seit Wochen vorbereitet. Nicht wir haben die Koalition beendet, sondern diejenigen, die lieber mit der CDU-Politik gegen das Votum der Mehrheit der Bürger in Brandenburg machen wollen und offenbar seit Wochen auf einen Bruch hingearbeitet haben.“

Als Folge erwartet die frühere BSW-Chefin eine Zunahme der Politikverdrossenheit im Land: „Wer so vorgeht, sollte sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen jedes Vertrauen in die Politik verlieren.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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