SPD lehnt schnellere Unternehmenssteuersenkungen ab

Die SPD lehnt die Unionsforderung nach schnelleren Steuersenkungen für Unternehmen ab. „Unternehmenssteuersenkungen werden mit der Gießkanne verteilt und führen kaum zu Investitionen“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Armand Zorn der „Bild“ (Donnerstagsausgabe). „Wer der Wirtschaft wirklich helfen will, schafft eine gute Infrastruktur und hilft ihr mit niedrigen Energiepreisen.“

Zorn kritisierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und forderte von ihr stärkeres Engagement: „Ministerin Reiche sollte hier endlich ins Machen kommen und die beschlossenen Maßnahmen umsetzen.“

Für den SPD-Politiker benötigt Deutschland „ein neues Wirtschaftsmodell, das auf Spitzentechnologie und deutlich höhere Produktivität setzt“. Den Vorschlag von CDU-Chef Markus Söder, die Wochen- und Lebensarbeitszeit für eine Erhöhung der Produktivität zu erhöhen, lehnte er hingegen ab. Eine verbesserte Wirtschaftsleistung entsteht laut Zorn durch neue Technologien, „nicht durch pauschale Arbeitszeitverlängerungen“.

Im Streit mit der Union um eine Erbschaftssteuerreform verteidigte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar die Pläne ihrer Partei: „Mit der Einführung eines Lebensfreibetrags will die SPD die Erbschaftsteuer für den absoluten Großteil der Erbschaften senken.“ Für „einen kleinen Teil“ der „sehr großen Millionen-Erbschaften“ wolle die SPD „eine gerechte Erbschaftsteuer einführen, die bei Unternehmens-Vererbungen vor allem darauf abzielt, Arbeitsplätze langfristig in Deutschland zu halten“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Die Linke setzt 2026 auf soziale Themen: Bezahlbarkeit, Mieten und Anti-Militarisierung im Fokus

    Die Linke will mit sozialen Schwerpunkten bei den anstehenden Wahlen im Jahr 2026 punkten.Wie die Partei nach einer gemeinsamen Gremienberatung am Samstag mitteilte, beschlossen der Bundesvorstand und die Landesvorsitzenden, sich…

    BGA-Präsident Jandura: Indien ist tragender Pfeiler für deutsche Wirtschaft und fordert starkes EU-Freihandelsabkommen

    Der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, sieht Indien als wichtigen Zukunftsmarkt für die deutsche Wirtschaft. In diesem Zusammenhang wirbt er für das geplante Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. „Ein…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert