Sachsen fördert Bodensanierung für Pharma-Erweiterung in Radeberg

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Sanierung eines Altstandorts in Radeberg mit 6,6 Millionen Euro. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft am Mittwoch mit.

Die Firma ABX advanced biochemical compounds GmbH, ein Hersteller von Radiopharmazeutika, plant auf dem Gelände einen Neubau und erhält die Fördermittel für die Entsiegelung und Entsorgung kontaminierter Böden.

Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) betonte die Bedeutung des Flächenrecyclings für Städte und Umwelt.

„Jede Fläche, die wir sanieren, ist ein Gewinn“, sagte er. Der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, verwies auf die Priorität schneller Genehmigungsverfahren für die Wirtschaft.

Das 2,4 Hektar große Grundstück war bis 1928 ein Glashüttenwerk und weist Belastungen durch Teer, Schlacken sowie Schadstoffe wie PAK und Arsen auf.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 8,6 Millionen Euro, wovon das Unternehmen zwei Millionen Euro selbst trägt. Nach der etwa zweijährigen Sanierung soll das Gelände für den Bau vorbereitet sein.

Gefördert wird das Vorhaben aus EU- und Landesmitteln im Rahmen einer Richtlinie, die Sanierungsvorhaben mit bis zu 77 Prozent bezuschusst.

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