Staatsanwaltschaft beantragt Unterbringung nach Gewalttat

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die einstweilige Unterbringung eines 41-jährigen Türken in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Der Mann steht im Verdacht der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung und des unerlaubten Führens einer Schusswaffe.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 12. Juli am Dr.-Külz-Ring in Dresden versucht zu haben, einen 23-jährigen Syrer mit einem Hammer zu schlagen. Das Opfer konnte den Schlag abwehren und dem Mann den Hammer entreißen.

Zwei Tage später soll der Beschuldigte in Dresden-Friedrichstadt eine Schusswaffe ohne Erlaubnis mitgeführt haben. Er soll die Waffe auf einer Baustelle an der Berliner Straße in Richtung von drei Bauarbeitern gehalten und Schussgeräusche imitiert haben.

Anschließend begab sich der Mann in einen Lebensmittelmarkt, wo er die Waffe offen trug.

Nach Verlassen des Marktes soll er auf die Knie gegangen sein, „Allahu akbar“ gerufen und die Waffe ruckartig in Richtung eines Polizeieinsatzteams gerichtet haben. Polizisten schossen zweimal auf ihn, wodurch er schwer verletzt wurde.

Es gibt Anhaltspunkte für eine schwere psychische Erkrankung des Beschuldigten, der bereits erheblich vorbestraft ist. Die Rechtmäßigkeit des Schusswaffeneinsatzes wird in einem gesonderten Verfahren geprüft.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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