Grüne kritisieren Reiches Gaskraftwerksplan als Rückschritt für Schkopau

Die Grünen-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Einigung der Bundesregierung mit der EU-Kommission über neue Gaskraftwerke scharf kritisiert. Der energiepolitische Sprecher Sebastian Striegel teilte mit, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihrem Kurs die Wasserstoff-Vorgaben ihres Vorgängers Robert Habeck verwässere und einen Rückschritt darstelle.

Striegel warnte davor, dass neue Kraftwerke, die bis 2045 mit fossilem Erdgas betrieben werden dürfen, die Klimaziele gefährden und fossile Abhängigkeiten verlängern würden.

Mit Blick auf den Industriestandort Schkopau forderte er, dass neue Kraftwerke von Anfang an konsequent für Wasserstoff ausgelegt sein und schnell umgestellt werden müssten. Mitteldeutschland biete mit bestehenden Standorten, Netzen und Know-how die besten Voraussetzungen dafür.

Abschließend betonte der Grünen-Politiker, dass Versorgungssicherheit kein Vorwand sein dürfe, die Energiewende auszubremsen.

Jeder Euro für fossile Übergangslösungen fehle beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Speichern und Netzen. Sachsen-Anhalt könne Vorreiter sein, wenn es jetzt auf Zukunft setze, statt auf fossiles Zögern.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Schwerverletzter und mehrere Verkehrsdelikte im Altmarkkreis Salzwedel

    Bei einem Verkehrsunfall auf der B 188 bei Gardelegen ist ein 64-jähriger VW-Fahrer schwer verletzt worden. Das teilt das Polizeirevier Salzwedel mit. Am Freitagmittag gegen 13:23 Uhr befuhr der Mann…

    Schwerverletzte Fahrradfahrerin nach Sturz in Burg

    Eine 67-jährige Fahrradfahrerin ist am Freitagnachmittag auf dem Fahrradweg in der Ihleburger Chaussee in Burg gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Die Polizei teilte am Sonntag mit, dass die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert