FDP fordert Landes-Informationssicherheitsgesetz nach Sirenen-Vorfällen

Die FDP-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt hat nach den Sirenen-Vorfällen in Halle und Querfurt ein Landes-Informationssicherheitsgesetz gefordert. Der digitalpolitische Sprecher Konstantin Pott teilte am Montag mit, die Ereignisse hätten Sicherheitslücken schonungslos offengelegt.

Cybersicherheit müsse zur Daseinsvorsorge gehören und in Land und Kommunen deutlich stärker in den Fokus rücken.

Pott verwies darauf, dass bislang kaum Landkreise oder kreisfreie Städte in Sachsen-Anhalt über ein eigenes Cybersicherheitskonzept verfügten. Die FDP fordert verbindliche Standards für Behörden und Kommunen, darunter den Einsatz von Mehrfaktorauthentifizierung, verlässliche Backup-Strukturen und klare Zuständigkeiten im Krisenfall.

Ein weiterer Schwerpunkt müsse auf der Schulung von Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung liegen.

Hintergrund der Forderungen sind die jüngsten Vorfälle in Halle und Querfurt. In Halle waren vor rund einer Woche alle Sirenen ausgelöst worden, die Stadt geht von einem Cyberangriff aus.

Am vergangenen Freitag folgte ein weiterer Sirenenalarm in Querfurt. Die FDP betonte, Cybersicherheit sei eine gemeinsame Aufgabe aller staatlichen Ebenen und müsse höchste Priorität haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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