Sachsen soll flächendeckende vertrauliche Spurensicherung erhalten

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat sich hinter einen Antrag der Grünen zur flächendeckenden Sicherstellung der vertraulichen Spurensicherung gestellt. Das teilte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Laura Stellbrink nach einer Anhörung im Sozialausschuss am Montag mit.

Die geladenen Sachverständigen hätten den Vorstoß ausdrücklich begrüßt.

Stellbrink sagte, jede von sexualisierter Gewalt betroffene Frau habe ein Recht auf sofortige, professionelle Hilfe und müsse selbst entscheiden können, ob und wann sie eine Anzeige erstattet. Die vertrauliche Spurensicherung sichere Beweise, ohne dass Betroffene sofort zur Polizei gehen müssten, was die Selbstbestimmung schütze und in späteren Strafverfahren entscheidend sein könne.

Bisher sei das Angebot in Sachsen jedoch nicht überall verfügbar, besonders im ländlichen Raum fehlten Strukturen.

Die SPD-Fraktion will nun gemeinsam an dem Antrag weiterarbeiten, um verlässliche, einheitlich und gut finanzierte Strukturen für Betroffene zu schaffen. In der ersten Beratung des Antrags im Oktober hatte ein AfD-Abgeordneter mit einer Entgleisung für einen Eklat gesorgt, für den es bis heute keine Entschuldigung gegeben habe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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